Am 1.4. gab es beim DRK einen kleinen Festakt zur Eröffnung der Praxis ohne Grenzen, wo im ehemaligen Jugend-Rotkreuz-Raum zukünftig Menschen ohne Krankenversicherung behandeln werden.
Zur Einweihung kamen die Sozialministerin von Schleswig-Holstein, Aminata Touré sowie von der Stadt Norderstedt die Oberbürgermeisterin Katrin Schmieder, die 2. Stadträtin Kathrin Rösel und der Vorstand des Landesverbandes des DRK Ralph Schmieder und weitere Gäste (siehe Foto von links)
Was ist das Ziel der Praxis ohne Grenzen?
Ziel ist es, Menschen ohne Krankenversicherung oder mit nur eingeschränktem Zugang zur medizinischen Versorgung unbürokratisch zu helfen – direkt vor Ort in Norderstedt.Diese Idee geht zurück auf den Allgemeinmediziner Dr. Uwe Denker, der eine solche Praxis bereits seit über 15 Jahren in Bad Segeberg betreibt. Nach demselben Muster gibt es inzwischen Praxen in sechs weiteren Städten Schleswig-Holsteins sowie in Hamburg. In Norderstedt, der viertgrößten Stadt Schleswig-Holsteins, fehlte bislang eine solche Einrichtung.
Die Leitlinien dieses Konzeptes – Menschen in Not ungeachtet ihrer Herkunft, Religion oder Hautfarbe zu helfen – decken sich 1:1 mit denen des Roten Kreuzes.
Wer sind die Betroffenen?
Obwohl nach den Grundsätzen der WHO jeder ein Recht auf medizinische Versorgung hat, gibt es Menschen, die diese notwendige Versorgung nicht in Anspruch nehmen können – etwa Wohnungslose, Zugewanderte ohne Krankenversicherung oder Personen, die aus der Krankenversicherung gefallen sind, weil sie die erforderlichen Beiträge nicht mehr aufbringen konnten.
Mit der Praxis ohne Grenzen beabsichtigt das DRK, genau dort zu helfen, wo bestehende Hilfesysteme nicht oder nicht ausreichend greifen.
Was bietet die Praxis ohne Grenzen?
In der Praxis werden ehrenamtlich tätige Ärztinnen und Ärzte sowie medizinische Fachkräfte Basis-Behandlungen durchführen, Medikamente verordnen und bei Bedarf an weiterführende Stellen vermitteln.
Die für den Praxisbetrieb erforderlichen Räumlichkeiten stellt das DRK in seinen eigenen Räumen in der Ochsenzoller Straße 124 in Norderstedt zur Verfügung.
Die Praxis-Ausstattung wurde über Sach-Spenden aus der Ärzteschaft Schleswig-Holsteins zusammen getragen.
Die Praxis ohne Grenzen wird immer:
mittwochs von 15-17 Uhr
geöffnet sein. Patienten können ohne Anmeldung kommen in die Ochsenzoller Str. 124, 22848 Norderstedt
Zahnmobil:
Zusätzlich steht an jedem 1. Mittwoch im Monat von 12:30-17:00 Uhr – erstmals am 6.5.26 – ein Zahnmobil des UKSH und der Diakonie Altholstein vor dem Gebäude bereit. Dieses bietet in einem umgebauten Rettungswagen zahnärztliche Akutbehandlungen für Patienten mit und ohne Krankenversicherung an.
Um den laufenden Betrieb der Praxis ohne Grenzen aufrecht zu halten, werden Geldspenden benötigt, damit Medikamente, Laborkosten und gegebenenfalls weiterführende Behandlungen finanzieren zu können.
Die Initiatorinnen und Initiatoren beim DRK hoffen ausreichend Sponsoren und Sponsorinnen für dieses Projekt gewinnen zu können.
Spendenkonto:
DRK Ortsverein Norderstedt
Stichwort „Praxis ohne Grenzen“
IBAN: DE29 2135 2240 0100 6129 79
Sparkasse Holstein
Kontaktadresse für Sachspenden: DRK OV Norderstedt e.V., Ochsenzoller Str. 124, 22848 Norderstedt, Tel. 040-5231826,
info(at)drk-norderstedt(dot)de
Von Arzneimittelspenden bitten wir abzusehen. Arzneimittel dürfen aufgrund der Gesetzeslage nicht an Patienten weitergegeben werden.
