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Realistische Notfalldarstellung

In der Aus- und Fortbildung sowie bei Übungen und Wettbewerben in den Bereichen „Erste Hilfe“ und „Sanitätsdienst“ nehmen Fachkräfte der Realistischen Unfalldarstellung (RUD) eine wichtige Aufgabe wahr.

Nach dem Erlernen der benötigten Grundlagen gibt es vielfältige Einsatzmöglichkeiten in der Realistischen Unfalldarstellung. Von der Darstellung von Verletzten oder Erkrankten in der Sanitätsdienstausbildung über Teilnahme an Wettbewerben bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit durch Schauübungen.

Wer Notfälle überzeugend darstellen möchte, braucht eine gute Ausbildung und regelmäßiges Training im Schminken und Mimen. Das Deutsche Rote Kreuz hält ein abwechslungsreiches und spannendes Lehrgangsangebot für die Realistische Unfalldarstellung bereit.

Zu den wichtigsten Tätigkeitsfeldern von RUD-Teams der DRK-Kreisverbände gehören:

  • Mitwirkung in Erste-Hilfe-Lehrgängen - Die Lehrgangsteilnehmer/-innen erlernen die praktischen Maßnahmen an Fallbeispielen, die auch bezüglich der Verletzung oder Erkrankung möglichst real dargestellt werden.
  • Mitwirkung in Sanitätslehrgängen von Bereitschaftsmitgliedern - Die DRK-Helfer/-innen werden mit Hilfe der RUD sukzessive an unterschiedliche Notfallsituationen herangeführt, wodurch ihnen Ängste und Hemmungen genommen werden.
  • Betroffenendarstellung bei Übungen - Die erlernten Fähigkeiten werden bei Übungen dann gut unter Beweis gestellt, wenn die Darstellung der jeweiligen Notfallsituation sehr nahe an die realen Umstände herankommt.
  • Wettbewerbe - Bei Wettbewerben können die Leistungen der Gruppen nur dann annähernd bewertet werden, wenn die Darstellung der Notfallsituation den realen Bedingungen entspricht.
  • Öffentlichkeitsarbeit - Bei Schauübungen, Foto-Terminen oder mit Kinderschminken wird das Interesse der Bevölkerung an der RUD geweckt.

 

Geschichte der Realistischen Unfalldarstellung

Bereits im Zweiten Weltkrieg machten britische Streitkräfte erste Erfahrungen mit dem Einsatz von Berufsschauspielern. Damit legten sie sozusagen den Grundstein für die Realistische Unfalldarstellung.

Erste Unterlagen und Hilfsmittel waren ab 1944 in Großbritannien, Dänemark und der Schweiz erhältlich. Etwa bis 1950 sind in Deutschland so genannte "Verletztenkarten" verwendet worden. Seit 1951 werden "Moulagen" (künstlich hergestellte Wunden als Ganzes) verwendet.

1954 veröffentlichte das Jugendrotkreuz "Blätter über Realistische Unfalldarstellung". Im Jahr 1955 erschien die Broschüre "Realistische Unfalldarstellung". Der mit verschiedenen Schminkmaterialien ausgestattete Kasten "Mehlem 64" wurde 1964 erstmals angeboten.

Die Broschüre "Realistische Unfalldarstellung" wurde 1968 durch eine Arbeitsmappe (von Körner) ergänzt.

Im Jahr 1984 wurde damit begonnen, eine DRK-einheitliche Ausbildungsunterlage zu erstellen. 1988 erschien das Handbuch "Realistische Wund- und Unfalldarstellung". Anfang der 90er Jahre begann man damit, das Material und damit die Schminktechnik weitestgehend umzustellen (Material der Firma Grimas/Verden). 1995 gab das DRK den Leitfaden "Grundlehrgang Realistische Unfalldarstellung" heraus. Im selben Jahr veröffentlichte Stefan Kruse sein (Anleitungs-) Buch "Realistische Darstellung von Verletzungen".

Im Jahr 1996 wurde der DRK-Leitfaden "Aufbaulehrgang Realistische Unfalldarstellung" erstmals angeboten.